Jahresbericht der Obfrau für Naturschutz

Das erste Arbeitstreffen der Obleute für Naturschutz der Kreisjägerschaften des LJV NRW fand im zurückliegenden Jahr im September bei Rüthen (KJS Soest) statt. Eine Exkursion führte in das Revier Meiste, das Projektgebiet des Siegers des Biotophegepreises 2009.

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Frau Fitscher
Obfrau für Naturschutz

Am Beispiel dieses Reviers mit 600 ha bejagbarer Fläche wurde gezeigt, wie man aufgrund von Verträgen mit ortsansässigen Landwirten durch streifenweise Einsaat von Wildschutzmischungen auf Stilllegungs- und Ausgleichsflächen und deren extensive Bewirtschaftung und Betreuung sowie durch intensive Bejagung von Füchsen und anderen Prädatoren sowohl den Niederwildbesatz (Hase, Rebhuhn) verbessern als auch die sonstige Fauna und Flora erheblich bereichern kann.
Die anschließende Diskussion gab Anregungen für die eigene Arbeit vor Ort.

Das zweite Arbeitstreffen fand wie üblich im Februar auf der Messe „Wild und Hund“ in Dortmund statt. Dort ging es um Alternativen zur Energiegewinnung aus Mais. Anhand von Ergebnissen verschiedener Studien wurden Möglichkeiten des Anbaus anderer der Energiegewinnung dienenden Pflanzenarten diskutiert. Aber bei allen erfolgten Untersuchungen stellten sich unterschiedliche Nachteile für die auf den Flächen lebenden Tiere heraus, z.B. dass die Erntezeit genau in die Phase der Jungenaufzucht fällt und damit die Gefahr des Ausmähens besteht und außerdem Deckung und Nahrung verloren gehen. Es gibt also bisher keine wirkliche Alternative.

Bei einem Treffen von KAKTUS (Kommunales Aktionsprogramm Umwelt und Sport) im September ging es um „Dirtbiken“ und die Entstehung immer neuer Parcours in zahlreichen Essener Wäldern. Bei allem Verständnis für die Abenteuerlust der Aktiven sind die Gefahren für sie und auch für andere Waldnutzer groß und die Haftungsfrage bei Unfällen, vor allem von Kindern, unklar. Man bemüht sich daher, die Anzahl der Strecken einzugrenzen und den Ausbau stärker zu kontrollieren.

Die Teilnahme an Veranstaltungen der Natur- und Umweltschutzakademie NRW und an Sitzungen des Umweltausschusses der Stadt Essen dienten zum einen der Fortbildung, führten aber auch zu einem Austausch von Argumenten zwischen unterschiedlichen Gruppen von Naturschützern und Naturnutzern, verhalfen dadurch zu besserem Verständnis füreinander und sind somit auch aktive Öffentlichkeitsarbeit.

Mit Waidmannsheil
Inge Fitscher
Obfrau fürNaturschutz

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RWJ-Ausgabe 03/2011